Offene Ateliers in Schleswig

Spiegelbilder – Märchen, Mythen und Sagen aus aller Welt

Die eine ist aus Syrien geflohen, die andere stammt aus der Nähe von Mantes-la-Jolie. Nun sind Sara und Delphine Gäste bei den Offenen Ateliers, mit ihnen finden unsere Themen Fremde und Städtepartnerschaft eine Fortsetzung. Neue Partner sind die Schleswiger Märchenerzähler*innen. Sie tragen ihre Märchen in die Ateliers und geben damit die Richtung an für das aktuelle Thema.

Uns fasziniert eine Welt, wo Schwerelosigkeit herrscht und ewiges Leben, wo man Stroh zu Gold spinnen und Gedanken lesen kann. Die aber auch voller Gefahr und Gewalt ist. Wir schaudern und genießen es, denn wir wissen ja: Das ist nicht wahr. Wir ahnen aber auch: Diese Geschichten halten uns den Spiegel vor. Ein bisschen Wahrheit ist vielleicht doch dran?

Dieser Ambivalenz haben wir uns gestellt. Wir sind auf Entdeckungsreise gegangen zu den Vorbildern aus Kunst und Kulturgeschichte, sind abgetaucht in unsere eigenen Bilderwelten, die seit Kindertagen da sind. Die ersten eingereichten Arbeiten zeigen schon die ganze Vielfalt nicht nur der Ideen und Motive, sondern auch der je bevorzugten Stilistik und der künstlerischen Technik für die Umsetzung. So findet sich Vertrautes ebenso wie Überraschendes, manches deckt sich mit den eigenen Vorstellungen, woanders steht man staunend davor.

In den geöffneten Ateliers am Wochenende 7./8. November werden Sie mehr davon finden, der Katalog ist ein zuverlässiger Wegweiser. In der Ausstellung, die von Dr. Carsten Fleischhauer (Schloss Gottorf) kuratiert und am 12. November im Graukloster eröffnet wird, haben Sie die ganze Vielfalt auf einen Blick. Außerdem wird es in den Ateliers und in der Ausstellung erzählte und gelesene Märchen geben. Nicht nur die Profis, sondern auch Künstler*innen unserer Gruppe werden Eigenes und Gefundenes vortragen. Zum Schluss soll es wieder Musik geben … märchenhaft.